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Dienstag, 11. Juni 2019

"Keiner soll alleine glauben!" - AKEW auf Reisen

Foto: Patrick Kleibold

Arbeitskreis Eine Welt besuchte das Bonifatiuswerk in Paderborn

Einmal im Jahr führt den AKEW eine Reise zu einem der Standorte der kirchlichen Hilfswerke. In diesem Jahr stand das Bonifatiuswerk in Paderborn im Mittelpunkt, das viele nur wegen der jährlichen Spendenaktion rund um die Erstkommunionfeier kannten.
Früh am morgen um 09:00 Uhr ging es dort los. Begrüßt wurden wir von Karin Stieneke (Bereichsleiterin Kommunikation und Fundraising) welche uns an ihren Kollegen Simon Rüffin (Bereichsleiter Missionarische und diakonische Pastoral) übergab, der uns den Tag über mit Informationen zum Bonifatiuswerk in Hülle und Fülle versorgte. Dazu gehörten grundlegende Informationen zu dem ältesten dt. Hilfswerk das vor 170 Jahren als Laienbewegung gegründet wurde, genauso wie ein Einblick in die Finanzen bis hin zur Vorstellung einzelner Projekte um einen Eindruck davon zu erhalten was das Bonifatiuswerk in der Diaspora-Hilfe eigentlich an Unterstütztung leistet.
"Diaspora" war denn auch ein Begriff, von dem unsere Gruppe nur eine ungefähre Ahnung hatte.
"Keiner soll alleine Glauben". Dieses Schlagwort wird umso eindrücklicher, wenn man sich die Diaspora-situation in Norddeutschland und den skandinavischen Ländern etwas näher anschaut.
Zum Vergleich: Das Bistum Speyer hat 70 Pfarreien und einen Katholikenanteil im Bistumsgebiet von 34% (Regensburg 68%). Das Bistum Oslo in Norwegen dagegen auf einer Fläche die um ein vielfaches größer ist gerade mal 3,4% verteilt auf 25 Pfarreien.
Noch dramatischer ist die Situation in Lettland und Estland, zwei Länder aus dem Baltikum, die ebenfalls vom Bonifatiuswerk unterstützt werden.
Realisiert werden Projekte wie etwa ein kath. Jugendzentrum in Tartu, Estland. Das Marienkloster Tautra in Norwegen, der Kindergarten  St. Michael in Aschersleben, heilpädagogisches Wohnen in Berlin-Mitte, Kinderhospiz- und Familienbesuchsdienste u.v.m.
Auch einen Einblick in die Organisation der gelben, als "Boni-Busse" bekannten Kleintransporter, die oftmals die einzige Möglichkeit sind Menschen an einem Ort zusammenzubringen, wurde vorgestellt.
Ein besonderer Fokus lag auch auf dem Praktikantenprogramm "Praktikum im Norden" und dem Freiwilligendienst im Inland.

Der AKEW bedankt sich für die intensive Begegnung beim Bonifatiuswerk und nimmt neben den Grüßen für Weihbischof Otto Georgens von Hauptgeschäftsführer Monisgnore Georg Austen auch die vielen Eindrücke von dort mit, in dem Wissen, dass die Diasporahilfe eine sinnvolle und gute Sache ist um Menschen in Diasporasituationen spüren zu lassen: "Keiner muss alleine glauben!"

SG

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